
Lakota Schwitzhütte
Warum gibt es Lakota-Schwitzhütten in Deutschland?
Die Kultur der Lakota stand seit der Ankunft der Europäer auf dem amerikanischen Kontinent unter immensem Druck. Die nahezu vollständige Ausrottung der Bisons, die erzwungene Umsiedlung in Reservate und das Verbot von Ritualen sowie der Gebrauch ihrer Sprache im 20. Jahrhundert haben tiefe Spuren in der Lakota-Kultur hinterlassen. Trotz dieser Herausforderungen entschieden sich einige spirituelle Führer in den 1980er Jahren, ihre Traditionen zu teilen, um Europäern Wege zu ihrer eigenen verlorenen Kultur zu ermöglichen.
Einer dieser visionären Führer war Archie Fire Lame Deer, Medizinmann und Häuptling der Lakota. In den 1980er und 1990er Jahren reiste er durch Europa.
In diesem Rahmen teilte er rituelle Praxis und spirituelle Sichtweisen, darunter auch die Schwitzhüttenzeremonie, mit europäischen Gruppen. Aus diesen Begegnungen entwickelten sich langfristige Beziehungen, die bis heute fortbestehen.
Die Arbeit unserer Gruppe steht blickt auf mehrere Jahrzehnte kontinuierlicher Praxis zurück. Die Schwitzhüttenarbeit wird inzwischen in zweiter Generation verantwortet und weitergeführt, mit dem Anspruch, respektvoll, verantwortungsbewusst und im Bewusstsein kultureller Zusammenhänge zu handeln.
Seit 2022 liegt die Leitung der Gruppe bei Aaron. Er ist von früher Kindheit an mit der zeremoniellen Praxis vertraut und engagiert sich für den Erhalt und die verantwortungsvolle Weitergabe der Schwitzhüttenarbeit. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Schwitzhüttenplatz am Kaufunger Wald, an dem die Zeremonien regelmäßig stattfinden.
Aaron verbindet die Generation, die noch von Archie Fire Lame Deer gelernt hat, mit vielen jungen Menschen, die sich nach tiefe und Bedeutung im Leben sehnen. Diese Verbindung reicht über die Generationen, aber auch über viele verschiedene Schwitzhüttenplätze. Seine Arbeit erfolgt immer in Zusammenarbeit mit Menschen, die die Zeremonien vorbereiten, begleiten und den äußeren Rahmen achtsam sichern, sodass die rituelle Arbeit in Ruhe und Respekt stattfinden kann.
Das Buch zu unserer Geschichte: